20.12.2010 13:32 in Handytypen

Über Peinlichkeiten, Rekorde und einen Fehler in der Matrix

Das iPhone 4 unter der Lupe!

iPhone 4Im Januar 2007 stellte das berühmteste Findelkind der Welt, Steven Jobs, das erste iPhone vor und drehte damit die Mobilfunkwelt einfach auf den Kopf, schüttelte sie ordentlich durch und zerlegte sie in Einzelteile. Seitdem ist nichts mehr wie es war. Heute baut die gesamte Handy-Branche Geräte, die dem Apple-Smartphone ähneln. Immer in der Hoffnung mithalten zu können. Doch mit der vierten Generation des iPhones holte Apple Mitte des Jahres zum finalen Schlag aus. Was wirklich dran ist am iPhone 4, warum es alle Rekorde und was Steven Jobs wirklich peinlich sein sollte, erfahrt ihr in diesem, eurem Lieblingsblog!

Alles begann mit der Panne des Jahres: Da wartet die ganze Welt mit Spannung darauf, dass Mr. Jobs das neue iPhone 4 vorstellt, während einer seiner Mitarbeiter whiskeygeschwängert in einer Bar umherstolpert und einfach einen Prototyp auf dem Tresen herumliegen lässt. Kann ja mal passieren. Tat auch gar nicht weh, denn im Nachhinein kann man es wohl positiv –  und abgesehen vom ungeplanten Lüften des Geheimnisses – als eine sehr billige, dafür äußerst lukrative und auf jeden Fall ganz eigene, ungewöhnliche Werbekampagne bezeichnen, die ihren Effekt sicher nicht verfehlt hat.
Das Resultat lies anschließend natürlich nur noch wenige Überraschungen bei der Präsentation zu, was Steven Jobs und Apple allerdings auch nicht wirklich schmerzte, läuteten die Vorfreuden und –bestellungen doch erst den Beginn einer ganzen Reihe von Rekorden ein: 600.000 Vorbestellungen – wohlgemerkt an einem Tag. 1.700.000 Geräte wechselten an den ersten drei Verkaufstagen den Besitzer – die mit Abstand erfolgreichste Markteinführung eines Apple-Produktes aller Zeiten. Und, angesichts der vergleichsweise geringen Materialkosten (lediglich ein Viertel des Endpreises) fuhr Apple zwischen Juli und September einen Rekordgewinn von 4,1 Milliarden US-Dollar ein – das sind satte 70 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Frage, die sich nun nach einiger Testzeit aufdrängt, lautet: Ist es das wert? Ist das iPhone 4 wirklich so gut, so rekordträchtig?

1. Design.
Hübsch, etwas eckig, komplett aus Glas – so weit, so gut. Aber das Display ist der Wahnsinn! Mit 3,5 Zoll ist es zwar genauso groß wie das des Vorgängers, allerdings hat Apple die Auflösung radikal nach oben geschraubt. Mit 326 Pixeln pro Inch ist es stärker, schärfer und leistungsfähiger als unser eigenes Auge.

2. Kamera.
Und zwar gleich zwei. Eine für bessere Bilder und endlich auch bessere Videos (5 Megapixel statt bisher 3) samt integriertem LED-Blitz. Die zweite Kamera ist für die neue Funktion »Face Time« gedacht, also Videotelefonie in Echtzeit. Allerdings bleibt hier unterm Strich nur ein »Hm, na ja« als Stempel vom Kaiser, denn Face Tim funktioniert nur wenn beide Teilnehmer das iPhone 4 nutzen und über WLAN verbunden sind. Einfache Datenübertragung per Mobilfunk reicht nicht.

3. Prozessor und Power.
Höher, schneller, weiter. Der Apple-eigene A4-Chip, mit dem auch das iPad ausgestattet ist, lässt die vierte Generation wie zuvor angekündigt, auch tatsächlich wesentlich schneller arbeiten. Ebenso hat sich auch die bessere Energieversorgung durch den deutlich stärkeren Akku bewiesen. Sieben-Stunden-Telefonate, Zehn-Stunden-Internet-Surf-Orgien – alles kein Problem und im Vergleich zu anderen Herstellern echter Luxus.

4. Micro-Sim.
Viel wurde spekuliert, Kritiker rieben sich die Hände nach einem gefundenen Fressen, allerdings bleibt nach der Testzeit nur ein Fazit übrig: Unauffällig, funktionierend und deshalb nicht der Rede wert.

5. Dritte Dimension.
Ein Highlight ist unbestritten der neue 3D-Sensor, der tatsächlich räumliche Bewegungen umsetzt und insbesondere Games auf eine völlig neue Ebene hebt. Ich konnte mir die Funktionalität nur schwer vorstellen, aber es ist eigentlich genial.

6. Multitasking.
Ein Wort: Endlich! Alle iPhone-Fans wissen was gemeint ist, denn endlich können mehrere Programme gleichzeitig ausgeführt werden.


Doch nicht nur für Lob, Rekorde und innovative Vielfalt steht das iPhone 4, auch für Kritiker besonders bezüglich des Krisenmanagements, bietet die vierte Generation einiges an Pulver. Mal abgesehen von den enormen Lieferungsschwierigkeiten, von Serverzusammenbrüchen bei Online-Bestellungen und anderen Patzern im Vorlauf; ein Mobiltelefon ist in aller erster Linie – und so unglaublich es sich mittlerweile anhört – zum Telefonieren da. Wenn man, hat man denn endlich eins bekommen, dann mit der Hand die linke untere Ecke und damit die Antenne zu hält, dann verschlechtert sich der Empfang – ein Fehler in der Matrix Herr Jobs?
Egal. Das Betriebssystem ist der Hammer und gerade in Deutschland ist das Netz derart gut ausgebaut, dass man in der Regel überhaupt keine Probleme mit dem Empfang hat.

Das iPhone 4 bricht zu Recht alle Rekorde und 14,1 Millionen verkaufte Exemplar sprechen eine deutliche Sprache. Recht hat, wer Erfolg hat!

Kommentare
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  1. Michi sagt am 20.12.2010 21:55

    Seit meine Schutzhülle mein iPhone umhüllt habe ich keine Empfangsprobleme mehr. Danke für den Tip von eurer Hotline.


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